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Szolnok

Die kurze Geschichte von Szolnok

Die unüberflutete Höhe an der Mündung der Flüsse Theiß und Zagyva wurde von Anfang der Frühsteinzeit, des Neolithikums an bewohnt. Die Siedlungs- und Verkehrsgegebenheiten am Übergang der Theiß und ihre strategische Wichtigkeit wurden auch von den landnehmenden Ungarn erkannt, wie es die im Raum aufgedeckten Friedhöfe aus der Zeit der Landnahme richtig beweisen. Unter den Funden ist eines der schönsten Goldschmiedekunstwerke aus der Zeit der Landnahme die vergoldete Silbertaschenplatte aus dem Graben von Szolnok-Strázsahalom. Die Stelle dieser gefundenen Taschenplatte weist auf den Sitz eines Stammhauptes hin.

Der Name von Szolnok wurde um 1030 bekannt, als es vom König Stefan zum Zentrum der neu organisierten Gespanschaft ernannt wurde. Auf der von der Theiß und der Zagyva umgebenen, geschützten Höhe wurde die Burg der Gespanschaft ausgebaut, die den Namen des Gespans Zounok trug, der zugleich auch der Namensgeber des Komitats, der Verwaltungseinheit wurde. Gespan Zounok erlitt 1046 bei der Verteidigung des Bischofs Gellért auf dem ehemaligen Kelén-Berg, heute Gellértberg, in Buda seinen Martertod.

Anfangs umgab das Komitat Szolnok die Gegend von Szolnok, die Siedlungen auf beiden Seiten die Theiß entlang – Szanda, Varsány, Várkony, usw. -, aber später breitete es sich auf die Teile von Siebenbürgen, bis zu den Salzbauwerken in der Umgebung von Dés aus. Der Gespan trug oft auch das Amt des Woiwoden von Siebenbürgen.

Die erste schriftliche Erwähnung des Stadtnamens geschah im Jahre 1075 in der Urkunde der Abtei von Garamszentbenedek.

Der König Géza, in Garamszentbenedek ein Kloster gründend, spendete zu seiner Erhaltung auch die Theiß entlang Grundbesitze. Die Namen von zehn Siedlungen wurden in der Urkunde erwähnt. „Der erste Teil dieses Grundes verteilt sich unter den Bürgern von Zounok. Dann kommt Zeku, das später eine Grenzlinie zwischen dem Dorf von Benedikt, dem Heiligen und dem Boden der in Zounok Lebenden bildet…. Über dem Wasser Meler (heute Millér) bei Zounok spendete ich 15 Häuser Dienervolk mit dem zugehörenden Gut…”

Szolnok war schon vor dem Tatarenzug ein wichtiges religiöses Zentrum. Im Jahre 1241 entvölkerte der Untergang Szolnok. Aber der König Béla der Vierte beorderte bald wieder Ansiedler in die Burg und in die Stadt.

Im Jahre 1380 ließ der König Lajos der Große die Grenze von Szolnok abschätzen. Der König Zsigmond gab 1422 in Szolnok eine Urkunde heraus, die der König mit seinem größeren Siegel versah.

Die Bedeutung von Szolnok wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts besonders zugenommen. Die alte Burg wurde wegen der türkischen Gefahr zwischen 1550 und 1551 umgebaut und die Stadt wurde von einem Mauer und einem Wassergraben umgegeben. In der verstärkten Burg konnte der Hauptmann, Lőrincz Nyáry zwei Wochen lang die türkische Armee, die in zwanzigfacher Übermacht war, aufhalten. Die Burg fiel später den Türken in die Hände.

Die Türken bildeten Szolnok als militärischen Sitz, aber während der türkischen Herrschaft änderte sich das Stadtbild nur wenig. Im Jahre 1562 ließ Güzeldzse Rüsztem an der Theiß hier eine Pfahlbrücke, die in Ungarn die älteste Brücke ist. Man kann bei dem niedrigen Wasserstand den Überrest der Brücke noch immer besichtigen. Szolnok wurde 1685 von der 133jährigen türkischen Herrschaft befreit. Die Burg wurde während des Rákóczi-Freiheitskampfs verstärkt, die Burg hatte dann eine strategische Wichtigkeit.

Bei der Entwicklung der Stadt war ein großes Ereignis: am 1. September 1847 eröffnete die zweite Eisenbahnlinie von Ungarn zwischen Pest und Szolnok.

Szolnok wurde in der Freiheitskampf von Januar 1849 eine Schlüsselstadt an der Theiß- die kaiserlichen Heere besetzten die Stadt mehrmals. Aber die ungarischen Soldaten erringten gegen die kaiserlichen Heere einen Triumph, der den ungarischen Soldaten Gelegenheit zu der Erfolgserie in dem Frühlingsfelszug zu geben.

Im Jahre 1849 wurde eine Eisenbahnbrücke an der Theiß gebaut und der Bahnverkehr lief nach Debrecen und Nagyvárad und 1858 nach Arad und Temesvár ab. Szolnok wurde so ein Eisenbahnknotenpunkt.

Im Jahre 1876 wurde Szolnok wieder ein Komitatssitz, so konnte die Stadt ihre verwaltungsmäßige und kulturelle Rolle vergrößert. Um die Jahrhundertwende bildete sich Lebensmittel- und Mühlindustrie heraus, der Handel, die Geschäfte, die Banken, die neuen Bauarbeiten der Stadt formte das Stadtzentrum von Szolnok und die Szapáry-Straße mit starkem Verkehr um.

In 1902 entstand eine künstlerische Kolonie mit 12 Ateliers in der Stadt. Die Schönheiten der Tiefebene wurden durch die Schöpfungen der Bewohner in Europa bekannt gemacht.

Der Erste Weltkrieg stoppte die spektakuläre Entwicklung. Der rumänische Angriff machte am 1. Mai 1919 Szolnok eine Frontstadt. Sowohl der Rotterror als auch der Weißterror forderte seine Opfer.

Nach der Tragödie in Trianon half Horthy schnell der Stadt auf die Beine. In der Stadt begann dann eine spektakuläre Entwicklung auf dem Gebiet der Wirtschaft und Kultur.

Der Zweite Weltkrieg verursachte in der Stadt unermessliche Schaden und Leiden. Fast 800 Szolnoker Juden wurden in Auschwitz ermordet. Die amerikanischen und englischen Bomber zerstörten in 12 Luftangriffe Szolnok. Am 4. November 1944 besetzten die Sowjets die Stadt mit ihren 4000 Einwohnern.

Und die Stadt lebte endlich auf! Man räumte die Trümmer fort und die Stadt wuchs sich in der kommunistischen Diktatur zu einem Schwerindustriezentrum aus. Hier lebten im Jahre 1948 37000 und im Jahre 1960 47000 Menschen.

Die sowjetische Besatzungsarmee begann von Szolnok ihre Operation „Wirbelwind” auf die Niederschlagung der Freiheitskampf. Die Früher der Stadt retteten aber die Bevölkerung vor dem Untergang.

Nach 1957 verwirklichte man sich in Szolnok mehrere bedeutende industrielle und infrastrukturelle Entwicklungen. Szolnok wurde 1975 zu einer modernen Mittelstadt. Die Einwohnerschaft der Stadt wurde bis 1980 ständig größer.

Die Entwicklung von Szolnok blieb in den letzten 20 Jahren gegen die wirtschaftliche Krise nicht stehen. Die Rolle von Szolnok vergrößerte sich 1992 mit einer neuen Brücke auf der Landstraße 4. Der Bau einer städtischen Brücke ist in Zukunft aber unaufschiebbar.